FAQ

Häufige Fragen zu pts.maker

Antworten aus dem Alltag von Disposition, Fahrer-App, Rollen, Hosting und Datenschutz. 25 Fragen, sortiert nach dem, was Betriebe vor und nach der Einführung wirklich klären. Wenn Ihre Frage fehlt: schreiben Sie uns über den Schnellkontakt – wir ergänzen ehrliche Antworten, keine Werbesätze.

Allgemein

pts.maker ist die Krankentransport-Software der Anexia Digital Engineering GmbH. Hier beantworten wir die Fragen, die uns Disponentinnen, Geschäftsführer und IT-Verantwortliche vor einer Einführung am häufigsten stellen.

Was ist pts.maker und für wen ist die Software gedacht?

pts.maker ist eine digitale Dispositionsplattform für Kranken- und Patiententransporte. Sie bündelt Buchung, Disposition, Fahrer-App, Routing, Transportscheine und Abrechnung in einem System, das in Österreich entwickelt und in Rechenzentren der Anexia Gruppe betrieben wird.

Typische Nutzer sind Transportdienstleister mit eigenen Fahrzeugen und Subunternehmern, Ordinationen, Krankenhäuser und Med-Center sowie Patientinnen und Patienten, die Fahrten selbst buchen oder für Angehörige organisieren. Die Plattform ist als White Label nutzbar: Auftraggeber sehen oft das Erscheinungsbild des Transportunternehmens, im Hintergrund läuft dieselbe Software.

pts.maker ist bewusst kein Notarzt- oder Einsatzleitsystem. Es geht um planbare und kurzfristige Krankenfahrten, Dialyse, Entlassungen, Arzttermine und Serien – also um den Alltag, in dem Pünktlichkeit, Dokumentation und Abrechnung zählen.

Wie unterscheidet sich pts.maker von Excel, Funk und einer allgemeinen Taxi-Disposition?

Viele Betriebe starten mit Fahrtenbüchern, Excel, WhatsApp-Gruppen und Funk. Das funktioniert, bis das Team wächst, Serienfahrten dazukommen und die Krankenkasse saubere Nachweise verlangt. Dann fehlen Zeitstempel, Distanzen, Transportscheine und eine nachvollziehbare Zuweisung.

Eine allgemeine Taxi- oder Ride-Hailing-Disposition kennt in der Regel keine Transportart (sitzend, Rollstuhl, liegend), keine Begleitperson, keine Hinweise zum Zugang und keinen ÖGK-Distanzanzeiger. pts.maker ist von der Buchung bis zur Abrechnung auf genau diese Krankentransport-Logik ausgelegt.

Dazu kommen Rollen, die im Taxi-Alltag nicht vorkommen: Ordination, Station, Subunternehmer, Patient und Disponent sehen jeweils nur das, was sie für ihre Aufgabe brauchen. Das ist kein Extra-Modul, sondern der Kern der Plattform.

Wie lange dauert die Einführung und was brauchen wir dafür?

Eine erste, arbeitsfähige Disposition mit Fahrzeugen, Fahrer-Zugängen und den wichtigsten Buchungswegen steht in der Regel in wenigen Wochen. Wie schnell es geht, hängt davon ab, ob Stammdaten (Fahrzeuge, Gebiete, Kunden, Serien) bereits digital vorliegen und welche Schnittstellen Sie wirklich am Go-live brauchen.

Technisch brauchen Sie keine eigene Serverlandschaft. pts.maker läuft als Webplattform plus Apps. Disponentinnen arbeiten im Browser, Fahrerinnen und Fahrer auf Android oder iOS. Für den Start reichen ein verantwortlicher Disponent, ein Ansprechpartner für Fahrzeuge und – wenn gewünscht – jemand aus der IT oder dem Datenschutz für den Auftragsverarbeitungsvertrag.

Wir richten Mandant, Rollen und die vereinbarten Module mit Ihnen ein, schulen das Team und gehen die ersten echten Fahrten gemeinsam durch. Was danach folgt – etwa KIS, Odoo oder White-Label-Apps – kann gestaffelt kommen, muss aber nicht alles am ersten Tag stehen.

Gibt es eine Demo, und was sehen wir dort konkret?

Ja. Die Demo dauert üblicherweise rund 30 Minuten, ohne Kreditkarte und ohne Verpflichtung. Sie läuft remote oder vor Ort in Klagenfurt, Graz oder Wien – je nachdem, was für Ihr Team praktischer ist.

Wir zeigen den Weg einer realistischen Fahrt: Buchung durch Ordination oder Patientenportal, Zuweisung in der Disposition, Übernahme in der Fahrer-App, Statusmeldungen und was daraus für die Abrechnung übrig bleibt. Wenn Sie eigene Abläufe mitbringen – Dialyse-Serien, Entlassungen, Subunternehmer – spielen wir genau diese Fälle durch.

Im Anschluss klären wir Paket, Standort des Rechenzentrums und was für einen Testbetrieb nötig wäre. Eine Demo anfragen können Sie über die Seite Demo oder den Schnellkontakt auf jeder Unterseite.

Verwaltung und Disposition

Die Disposition ist der Arbeitsplatz, an dem Fahrten, Fahrzeuge und Zeiten zusammenfinden. Hier entscheidet sich, ob Dialyse pünktlich beginnt und ob die Abrechnung am Monatsende vollständige Belege hat.

Wie funktioniert die Disposition im Alltag?

Disponentinnen sehen Buchungen aus Portal, App, Callcenter und Schnittstellen in einer Ansicht. Jede Fahrt trägt Abholort, Ziel, Wunschzeit, Transportart und Hinweise – etwa Rollstuhl, Tragehilfe oder eine Begleitperson.

Die Zuweisung erfolgt per Drag-and-Drop auf Fahrzeug oder Tour. Gebietsregeln, Kapazität und die aktuelle Lage der Fahrzeuge helfen dabei, nicht das erstbeste, sondern das passende Fahrzeug zu nehmen. Änderungen – Verschiebung, Absage, Zusatzfahrt – erscheinen sofort in der Fahrer-App, ohne Extra-Anruf.

Live-Verkehr fließt ins Routing. Wenn eine Fahrt hängt, sieht die Zentrale das und kann den Folgetermin umplanen oder die Station informieren. Am Ende des Tages sind Zuweisung, Zeiten und Status die Grundlage für Dokumentation und Abrechnung, nicht ein nachträglich abgetipptes Fahrtenbuch.

Können wir eigene Fahrzeuge und Subunternehmer in einer Ansicht steuern?

Ja. Viele Betriebe fahren einen Teil der Touren selbst und geben Spitzen oder bestimmte Gebiete an Partner. In pts.maker bleiben beide Welten in derselben Disposition: eigene Fahrzeuge und übergebene Aufträge an Subunternehmer.

Subunternehmer sehen in App und Zugang nur die Fahrten, die ihnen zugewiesen wurden. Ihre Statusmeldungen laufen trotzdem in Ihre Plattform zurück. Sie behalten die Übersicht, ohne dass der Partner Ihre übrigen Aufträge, Preise oder Patientendaten anderer Touren sieht.

Das ist besonders hilfreich, wenn Auftraggeber – etwa ein Krankenhaus – von Ihnen eine durchgängige Auskunft erwarten, unabhängig davon, welches Unternehmen am Steuer sitzt.

Wie planen wir Serienfahrten, Dialyse und Entlassungen?

Wiederkehrende Fahrten legen Sie als Serie an: Wochentage, Uhrzeit, Abholort, Ziel, Fahrzeugtyp. Änderungen gelten für die Zukunft, ohne jede einzelne Fahrt anzufassen. Das ist der Alltag bei Dialyse, Onkologie oder regelmäßigen Arztterminen.

Entlassungen und kurzfristige Zusatzfahrten kommen oft aus dem Krankenhausportal oder dem Callcenter. Die Disposition sieht freie Kapazität und Fahrzeugposition und schiebt den Auftrag an das nächste passende Fahrzeug – inklusive Hinweise zum Ausgang, zur Station und zur benötigten Hilfe.

Serien und Spontanfahrten teilen sich dieselben Ressourcen. Deshalb rechnet die Disposition nicht in getrennten Kalendern, sondern in einer gemeinsamen Belegung. So merken Sie rechtzeitig, wenn eine Dialyse-Tour und drei Entlassungen um dieselbe Uhrzeit um dieselben Fahrzeuge konkurrieren.

Apps

Neben der Web-Disposition gibt es Apps für Fahrer, Auftraggeber und – je nach Paket – für Patientinnen und Patienten. Alle sprechen mit derselben Plattform.

Welche Apps gehören zur pts.maker Plattform?

Zum Kern gehört die Fahrer-App für Android und iOS: Aufträge, Navigation, Status, Hinweise. Ergänzend gibt es die Kunden-App für Buchungen, mit der Auftraggeber Fahrten anlegen, Transportscheine hochladen und den Abholstatus sehen – oft als White Label im Look des Transportunternehmens.

Patientinnen und Angehörige buchen über das Patientenportal im Browser, auf Wunsch auch mobil. Ordinationen und Stationen arbeiten im jeweiligen Webzugang, nicht zwingend in einer extra App. Wichtig ist: Es sind keine Insellösungen. Jede Buchung, jeder Status und jeder Upload landet in derselben Disposition.

Welche Apps Sie aktivieren, hängt vom Paket und von Ihren Auftraggebern ab. Ein reiner Transportdienstleister startet oft mit Disposition plus Fahrer-App. Wer Krankenhäuser und Ordinationen digital anbinden will, ergänzt deren Zugänge und gegebenenfalls die Kunden-App.

Können wir Apps und Portale im eigenen Design nutzen (White Label)?

Ja. Die Kunden-App und sichtbare Buchungsoberflächen können Logo und Farben Ihres Unternehmens tragen. Auftraggeber erleben „Ihre“ App, während Disposition, Hosting und Sicherheit im Hintergrund bei pts.maker bleiben.

White Label bedeutet nicht, dass jede Kleinständerung ein eigenes Release braucht. Name, Logo und Farbwelt werden projektspezifisch gesetzt. Tiefe Eigenentwicklungen – etwa völlig neue Workflows – besprechen wir als Leistung, sie sind nicht der Standardweg.

Für Fahrerinnen und Fahrer zählt vor allem, dass die App klar und schnell bedienbar bleibt. Deshalb halten wir die Fahrer-App bewusst schlank, auch wenn sie unter Ihrem Namen erscheint.

Müssen Patientinnen eine App installieren, um eine Fahrt zu buchen?

Nein. Das Patientenportal läuft im Browser. Wer möchte, nutzt zusätzlich eine App, muss es aber nicht. Gerade ältere Menschen oder Angehörige, die selten buchen, sollen nicht an einem Store-Account scheitern.

Viele Fahrten entstehen ohnehin nicht beim Patienten, sondern in der Ordination oder auf der Station. Dann bucht das medizinische Team, der Patient bekommt Bestätigung und Status – per SMS oder im Portal, je nach Einrichtung.

Wenn Sie eine App für Stammkunden wollen, etwa für Dialyse-Serien mit wiederkehrendem Upload von Transportscheinen, richten wir das als Ergänzung ein, nicht als Pflicht.

Fahrer-App

Die Fahrer-App ist der Arbeitsplatz im Fahrzeug. Sie soll in der Einfahrt einer Dialyse genauso bedienbar sein wie auf einer Hofzufahrt ohne Hausnummer.

Auf welchen Geräten läuft die Fahrer-App und was sieht der Fahrer?

Die App läuft auf Smartphones und Tablets mit Android und iOS. Viele Betriebe nutzen Dienstgeräte im Fahrzeug, andere das dienstliche Smartphone der Sanitäterin. Neue Fahrerinnen werden in der Verwaltung angelegt, laden die App und sehen nach der Anmeldung ihre Tour.

Sichtbar sind die Aufträge des Tages in der geplanten Reihenfolge: Abholort, Ziel, Termin, Transportart und Hinweise (Rollstuhl, Begleitung, Hintereingang, Tragehilfe). Weitere medizinische Details bleiben in der Disposition. Das ist Absicht: Im Fahrzeug braucht es das, was die Fahrt sicher macht – nicht die gesamte Krankenakte.

Neue Aufträge, Verschiebungen und Absagen erscheinen ohne Anruf. Subunternehmer sehen nur übergebene Fahrten. So bleibt die App auch dann übersichtlich, wenn der Betrieb mit Partnern fährt.

Hat die App eine eigene Navigation mit Live-Verkehr?

Ja. Mit einem Tippen startet die In-App-Navigation zum Abholort, nach der Abholung weiter zum Ziel. Adressen müssen nicht abgetippt und nicht in eine zweite App kopiert werden.

Das Routing berücksichtigt Live-Verkehr: Staus, Baustellen, Sperren. Gerade bei gebundenen Terminen – Dialysebeginn, OP-Einschleusung – entscheidet oft nicht die kürzeste Strecke auf der Karte, sondern der Weg, der jetzt frei ist.

Verzögert sich eine Fahrt, sieht das auch die Disposition. Sie kann den Folgetermin umplanen, statt dass der Fahrer parallel noch in der Zentrale anruft und die Route erklärt.

Was passiert, wenn im Tal oder in der Tiefgarage kein Netz ist?

Die App arbeitet offline weiter. Die Aufträge des Tages liegen auf dem Gerät. Statusmeldungen werden gesammelt und übertragen, sobald wieder Verbindung besteht. So gehen in Tiefgaragen, in Stahlbeton-Ambulanzen oder in schlechten Empfangslagen keine Dokumentation verloren.

Für die Fahrerin ändert sich der Ablauf nicht: Sie tippt übernommen, angekommen, Patient an Bord, abgeliefert. Ob das sofort oder wenige Minuten später in der Zentrale ankommt, ist ein Netzthema, kein Bedienproblem.

Die Disposition merkt eine verzögerte Synchronisation. Sobald die Meldungen da sind, stimmen Zeitstempel und Tour wieder mit der Realität überein. Das ist bewusst robuster als ein System, das ohne dauerhaftes LTE einfach stehen bleibt.

Wie hilft die Fahrer-App der Abrechnung?

Jede Statusmeldung trägt Zeitstempel und – wo verfügbar – Position. Abholung und Ablieferung sind damit nachgewiesen, nicht nachträglich aus dem Gedächtnis ergänzt.

Zusammen mit dem Transportschein, der der Fahrt zugeordnet ist, und der Distanz aus dem ÖGK-Distanzanzeiger liegen die Bausteine vor, die die Krankenversicherung für die Abrechnung erwartet. Handschriftliche Fahrtenbücher und die Suche nach fehlenden Zetteln am Monatsende entfallen weitgehend.

Für Fahrerinnen heißt das weniger Papier im Fahrzeug. Für die Verwaltung heißt es weniger Rückfragen und weniger Abweisungen, weil Zeit, Distanz und Beleg zusammenpassen.

Benutzerrollen

Gesundheitsdaten dürfen nicht in einem gemeinsamen Login landen. pts.maker trennt Mandanten und Rollen so, dass jede Person nur das sieht, was ihre Aufgabe braucht.

Welche Benutzerrollen gibt es – und wer sieht welche Daten?

Auf Organisationsebene sind Mandanten getrennt: Ein Transportdienstleister sieht nicht die Fahrten eines anderen, auch wenn beide dieselbe technische Plattform nutzen.

Innerhalb eines Mandanten gibt es typischerweise Disponentinnen und Verwaltung, Fahrerinnen und Fahrer, Subunternehmer, Ordinationen, Krankenhausabteilungen sowie Patientinnen bzw. Angehörige mit Buchungsrecht. Die Disposition sieht die Touren ihres Betriebs. Die Ordination sieht nur die von ihr angelegten Patientinnen und Fahrten. Die Station sieht ihre Entlassungen und Bestellungen. Der Fahrer sieht Adressen, Zeiten und Transporthinweise, keine darüber hinausgehenden medizinischen Details.

Dieses Need-to-know-Prinzip ist Datenschutz und Praxis zugleich. Es verhindert, dass ein Zivildiener im Fahrzeug oder eine Vertretung in der Nachbarordination Daten sieht, die sie nicht verantworten kann.

Wie legen wir neue Fahrer, Disponenten oder Subunternehmer an?

Zugänge werden in der Verwaltung des Mandanten angelegt – mit Name, Rolle und den Rechten, die zur Aufgabe passen. Fahrerinnen erhalten den App-Zugang, Disponentinnen den Webzugang, Subunternehmer einen eingeschränkten Zugang plus App für übergebene Touren.

Ein Sammel-Login für das ganze Team ist nicht vorgesehen. Jede Person arbeitet mit dem eigenen Konto. Dadurch bleibt nachvollziehbar, wer eine Fahrt verschoben, einen Schein zugeordnet oder einen Auftrag storniert hat – wichtig für Qualität und für Datenschutzfragen.

Wenn jemand ausscheidet, sperren Sie den Zugang, statt ein Passwort in der Gruppe zu ändern. Das klingt selbstverständlich, fehlt in Excel- und Funk-Welten aber oft.

Können Ordinationen und Stationen selbst buchen, ohne in unserer Disposition anzurufen?

Ja, das ist einer der Gründe, warum Häuser und Praxen die Plattform nutzen. Die Ordination bucht im Arztzugang, lädt den Transportschein hoch und sieht später den Status. Die Station macht dasselbe für Entlassungen und Verlegungen, inklusive SMS-Bestätigung wo eingerichtet.

Ihre Disposition bleibt die Leitstelle: Sie weist Fahrzeuge zu, klärt Engpässe und steuert Subunternehmer. Der Unterschied ist, dass der Auftrag schon vollständig ankommt – mit Zeiten, Hinweisen und Beleg – statt als unvollständiger Anruf um halb drei.

Wer weiter über Callcenter buchen will, kann das. Digitale Zugänge ersetzen nicht zwingend das Telefon, sie nehmen ihm die Fälle, die standardisiert sind.

Sicherheit, Hosting und Betrieb

Krankentransportdaten sind Gesundheitsdaten. Speicherort, Zertifizierung und Verfügbarkeit sind deshalb Teil des Produkts, nicht Kleingedrucktes.

Wo liegen die Daten – und können wir zwischen Wien und Nürnberg wählen?

Die Plattform läuft in Rechenzentren der Anexia Gruppe. Kundinnen und Kunden wählen den Standort: Wien für Organisationen in Österreich, Nürnberg, wenn Daten in Deutschland gehalten werden sollen. Beide Standorte liegen in der EU und unterliegen europäischem Datenschutzrecht.

Damit können Sie Datenschutzbeauftragten, Trägern und Auftraggebern eine klare Antwort geben – nicht „irgendwo in der Cloud“, sondern ein benennbares Rechenzentrum in Wien oder Nürnberg.

Entwicklung, Betrieb und Support kommen aus der Anexia Gruppe mit Sitz in Österreich. Das ist der Rahmen, den wir mit digitaler Souveränität meinen: Sie sind nicht von einem Anbieter abhängig, dessen Hauptrechtsordnung außerhalb der EU liegt.

Welche ISO-Zertifizierungen hat der Betrieb?

Die Anexia Gruppe ist nach ISO 27001 (Informationssicherheit), ISO 27701 (Datenschutz-Erweiterung), ISO 9001 (Qualität) und ISO 14001 (Umweltmanagement) zertifiziert. Die Wirksamkeit des Informationssicherheits-Managementsystems wird laut Anexia jährlich extern bestätigt.

Für Ausschreibungen und Lieferantenbewertungen heißt das: Sicherheit hängt nicht am Engagement Einzelner, sondern an geprüften Prozessen. Die Zertifikate können im Vergabeverfahren vorgelegt werden.

pts.maker selbst ist so gebaut, dass Verschlüsselung, Mandantentrennung und Rollen diese Prozesse im Produkt abbilden – nicht nur im Rechenzentrum.

Sind die Daten verschlüsselt, auch an den Schnittstellen?

Ja. Buchungen, Statusmeldungen, Transportscheine und Stammdaten werden verschlüsselt verarbeitet, einschließlich der Übertragung zwischen Browser, App und Rechenzentrum.

Dasselbe gilt, wo die Plattform an andere Systeme andockt – ÖGK-Distanzanzeiger, KIS, Leitstelle, ERP wie Odoo oder die REST-API. Schnittstellen sind abgesichert und so geschnitten, dass nur die für den Zweck nötigen Daten fließen.

Technische Details für Ihre Datenschutz-Folgenabschätzung oder den TOM-Katalog stellen wir im Projekt zusammen. Pauschale Marketing-Sätze ersetzen wir dort durch die Beschreibung, die Ihre Beauftragten tatsächlich brauchen.

Wie hoch ist die Verfügbarkeit – und was, wenn die Software ausfällt?

Eine Krankentransport-Software muss laufen, wenn Patientinnen auf die Abholung warten. Deshalb betreiben wir die Plattform in professionellen Rechenzentren, die auf hohe Verfügbarkeit ausgelegt sind. Konkrete Zusagen stehen im Service Level Agreement des jeweiligen Pakets.

Die Fahrer-App ist so gebaut, dass eine vorübergehend schwache Mobilfunkverbindung die laufende Tour nicht stoppt. Disposition im Browser braucht Verbindung; für den Betrieb im Fahrzeug ist Offline-Fähigkeit bewusst vorgesehen.

Support erreichen Sie über die bekannten Kanäle der Anexia Digital Engineering GmbH. Eskalationen und Betriebsfenster klären wir im Vertrag – nicht erst, wenn die Dialyse um sieben beginnt.

Datenschutz

Namen, Adressen, Fahrziele und Transportscheine lassen oft auf den Gesundheitszustand schließen. Deshalb gelten Artikel 9 DSGVO und der Grundsatz, so wenig wie möglich, so viel wie nötig zu zeigen.

Wie erfüllt pts.maker die DSGVO bei Gesundheitsdaten?

Die Plattform ist auf besondere Kategorien personenbezogener Daten ausgelegt: Zweckbindung, Datensparsamkeit, Zugriffsschutz, Protokollierung und Löschkonzepte nach Ablauf von Aufbewahrungsfristen. Rechtsgrundlage, Fristen und konkrete TOMs stimmen wir mit Ihren Verantwortlichen ab – das ist bei jedem Träger etwas anders.

Technisch helfen Mandantentrennung, getrennte Logins statt Sammelzugängen, rollenbasierte Sichten und Verschlüsselung. Organisatorisch liefern wir die Unterlagen für Auftragsverarbeitung und beantworten die Standardfragen von Datenschutzbeauftragten im Projekt, nicht als Fließtext auf der Website.

Allgemeine Hinweise stehen in der Datenschutzerklärung dieser Website. Die Verarbeitung im Produktivsystem Ihres Mandanten ist ein eigener Vertrag – die Website ersetzt ihn nicht.

Wie werden Transportscheine gespeichert – und warum nicht per Fax oder E-Mail?

Transportscheine enthalten besonders schutzwürdige Angaben. In pts.maker werden sie in der Plattform hochgeladen und der Patientin bzw. der Fahrt zugeordnet. Sie liegen nicht in Postfächern, nicht auf dem Faxgerät der Station und nicht in einer offenen Ablage im Fahrzeug.

Berechtigte Personen sehen den Beleg dort, wo sie die Fahrt ohnehin bearbeiten. Für die Abrechnung ist der Schein dann da, wenn Distanz und Zeiten da sind – nicht drei Wochen später im Umschlag.

Der Weg über Fax und Mail ist im Krankentransport noch verbreitet, aber er vervielfacht Kopien. Der Upload in die Plattform reduziert genau das: ein Ort, eine Zuordnung, ein Rechtekonzept.

Können andere Mandanten oder Rollen unsere Daten sehen?

Nein. Mandanten sind voneinander getrennt. Ein zweites Transportunternehmen auf derselben technischen Plattform sieht Ihre Buchungen, Fahrzeuge und Abrechnungen nicht.

Innerhalb Ihres Mandanten begrenzt die Rolle den Blick. Der Subunternehmer sieht übergebene Aufträge, nicht Ihre gesamte Disposition. Die Nachbarordination sieht nicht Ihre Patientinnen. Der Fahrer sieht keine über die Fahrt hinausgehenden medizinischen Details.

Wenn Datenschutzbeauftragte nach Zugriffen fragen, ist die Antwort damit konkret: benannte Personen, benannte Rollen, getrennte Mandanten – nicht ein geteiltes Passwort an der Pinnwand.

Was müssen wir als Verantwortliche selbst tun?

Sie bleiben Verantwortliche im Sinne der DSGVO für die Verarbeitung in Ihrem Betrieb. pts.maker ist Auftragsverarbeiter für den technischen Betrieb der Plattform. Das klären wir vertraglich, inklusive Weisungen, Löschung und Nachweispflichten.

Praktisch heißt das: Rollen sauber vergeben, Zugänge Sperren wenn jemand geht, keine Gesundheitsdaten über private Messenger parallel zur Plattform schicken, und interne Prozesse (wer darf Serien anlegen, wer darf Scheine sehen) festlegen. Die Software kann das unterstützen, sie ersetzt keine Hausordnung.

Bei Ausschreibungen helfen Standort, Zertifikate und das Rollenmodell. Die inhaltliche Freigabe durch Ihre Beauftragten bleibt Ihre Entscheidung – wir liefern die Fakten dafür.

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Unser Team in Klagenfurt, Graz und Wien nimmt Anfragen zu Disposition, Demo und Betrieb entgegen. Antwort in der Regel am selben Werktag.

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